Pervers

Durch Zufall bin ich auf Netflix auf „Rabiat“ gestoßen. Eine Doku-Serie, die sich an Milenials richten will. In der Folge 2 der ersten Staffel geht es über dem Titel „Netzwerk Pervers“ um SM.

https://www.netflix.com/title/81059946?s=a&trkid=13747225&t=cp

Gezeigt werden u.a. ein Pet-Player, eine Bondage-Liebhaberin und ein Paar, das auf D/s und Uniformen steht. Natürlich geht es auch um ein bisschen Voyeurismus, aber was mir gefällt: der Reporter vermittelt glaubhaft den Eindruck, dass er lernen und verstehen will. Und er bewertet nicht bzw. er wertet vor allem nicht ab.

Am Ende kann man vielleicht stehen lassen, wie es einer der Protagonisten formuliert, dass Normalität etwas sehr Persönliches ist. Für manche ist es normal, mit 50.000 anderen in einem Fußballstadion 22 Leuten zuzujubeln. Für den anderen als Zebra an die Kette gelegt zu werden. Entscheidend ist, wie man mit der jeweils nicht eigenen Normalität des anderen (die man vielleicht nicht einmal verstehen kann) umgeht.

Etwas Neues lernen

Der Kurzfilm „Marcy learns something new“ ist ein echtes Highlight. Es gibt ja wenig Mainstream-Filme, in denen das Thema BDSM und noch dazu Femdom jenseits von Klischees behandelt wird. Um so glücklicher bin ich, in diesem schönen Blog „domme chronicles“ Hinweis auf die Veröffentlichung bei Vimeo gelesen zu haben.

Es geht um Marcy. Eine Lehrerin, nicht mehr ganz jung, seit kurzem offenbar wieder alleine. Die in dieser Einsamkeit nicht nur Sportkurse besucht. Mehr will ich gar nicht verraten. Hier wird fast jedes Stereotyp vermieden, es gibt keinen Klamauk, aber echte Gefühle.

Einfach unbedingt anschauen.