Betteln um Keuschheit

Ich habe heute einen Text gefunden, den ich sehr reizvoll finde:

Like, having a Domme tell a sub they’re not allowed to cum, but then teasing and edging them until they’re about to break. To the point that the sub has to beg “Please Mistress, don’t make me cum”, they have to go against everything their body is telling them because they want to be good and obey.
And then the Domme can be like “Well, you’re the one who asked me to stop. I would have kept going. Apparently you just don’t want to cum.” Rinse repeat until the sub breaks.

I dunno, I love the idea of subs being ordered to behave in a way that goes against their own pleasure/desires/self/preservation. Like yes please order me to do something that frustrates the hell out of me.

Diese Vorstellung, etwas zugleich zu lieben und zu hassen, finde ich wunderbar. Wenn mir die Dame meines Herzens auftragen würde, auf keinen Fall zum Höhepunkt zu kommen, egal was geschieht – und mich dann reizen und erregen würde… Was bleibt einem dann übrig als zu betteln, dass sie aufhört, wenn es sonst nicht mehr auszuhalten ist? Wie demütigend ist das?

Eine wunderbare Vorstellung.

Ganz ohne mich

Ich habe einen schönen Beitrag bei „Ihr Juwel“ gelesen, bei dem ich Lächeln musste, weil ich ähnliches erleben durfte und ähnliches fühle.

Nun jedoch hat Madame ein neues Spiel des „nicht dürfen“ ins Rennen gebracht, es stellt sich wie folgt dar und findet im Moment hin und wieder des Nächtens im Bett statt.

Ich habe meine Maske anzulegen, die Reißverschlüsse an den Augen und am Mund werden geschlossen, „du bleibst liegen“ kommt Ihre Anweisung und ich höre Ihren „elektrischen Freund“ wie dieser seine Arbeit aufnimmt.

Es ist nicht Ihr elektrischer Freund mit dem Sie sich vergnügt, was mich dann beschäftigt sondern dieses nicht teilhaben dürfen, Ihr nicht behilflich sein zu dürfen. (…)

Mir reicht es schon wenn ich dabei knien darf und Ihr dadurch zeigen kann das ich bereit bin Sie zu unterstützen oder Ihre Füsse dabei küssen und lecken darf.

Bei mir gab es keine Kopfmaske – was sicher interessant ist – und auch keinen Keuschheitsgürtel – es sicher auch interessant ist -, sondern ich lag einfach neben der Dame meines Herzens im Bett, während sie sich selbst Lust verschafft hat. Und ich musste daran denken, wie sehr ich es liebe, sie zu streicheln und zu küssen und das zu tun, was sie dort gerade ganz alleine ohne mich tat.

Ich fühlte mich ausgeliefert, ihr unterworfen und, ja, auch gedemütigt. Und es hat mich sehr erregt.

Immer interessant zu lesen, dass man nicht alleine so tickt.

Ein spezieller Hochzeitsring

Ich besitze eine Keuschheitsapparatur. Ein Keuschheitsgürtel ist es ja eigentlich nicht, sondern eher eine Keuschheitsschelle oder ein Keuschheitskäfig. Allerdings benutze ich sie eher selten, weil die Dame meines Herzens das alles eher umständlich findet.

Trotzdem lese ich immer wieder gerne darüber, in bestimmten Blogs zum Beispiel. Aber noch lieber in der Mainstream-Presse wie z.B. der „Huffington Post“ – und noch lieber, wenn es ohne so eine „Iiiih, wie merkwürdig“-Attitüde dargestellt wird. Sondern eher neugierig, interessiert – und sachlich.

Now the couple thinks of the chastity device — which Lion wears at pretty much all times unless he’s bathing, going to the doctor or Lioness decides to temporarily release him from it to have sex — as “more like a wedding ring.”

“It’s a symbol of commitment,” Lion said. “It’s not so much a sex preventative, because the truth is I’m not going to do anything whether I’m locked or unlocked at this point… So, it’s a symbol of, number one, my commitment to her and it’s also her commitment to me, because I’ve transferred to her any opportunity I may have for sexual satisfaction. I mean, without her, I don’t get it. So, she’s got kind of a responsibility to take care of me in that respect.”

The couple has found that they’re much more intimate and closer physically, too.

Unten an dem Artikel hängt noch ein 12 Minuten langer Podcast dran. Anhörenswert.

 

Wie ein Ehering

Wenn Mainstream-Medien über Dinge wie Keuschheit schreiben, kann das ja schnell in die Hose gehen. Die „Huffington Post“ schafft es immerhin über ein Paar, das sich für eine dauerhafte Form von Keuschhaltung entschieden haben, so zu schreiben, dass das eher interessant als „abartig“ oder „exotisch“ klingt – auch wenn der Text jetzt nicht so wahnsinnig tiefgehend ist.

Mir hat das gefallen:

Now the couple thinks of the chastity device — which Lion wears at pretty much all times unless he’s bathing, going to the doctor or Lioness decides to temporarily release him from it to have sex — as „more like a wedding ring.“

„It’s a symbol of commitment,“ Lion said. „It’s not so much a sex preventative, because the truth is I’m not going to do anything whether I’m locked or unlocked at this point… So, it’s a symbol of, number one, my commitment to her and it’s also her commitment to me, because I’ve transferred to her any opportunity I may have for sexual satisfaction. I mean, without her, I don’t get it. So, she’s got kind of a responsibility to take care of me in that respect.“

Und, ja, fast könnte man(n) da ein bisschen neidisch werden.

 

365 Tage plus X

Wow, eben bei „Monkey in a cage“ gelesen:

So, ML’s post let the cat out of the bag and it has now turned into the elephant in the room – I won’t be having an orgasm in 2016. Honestly, that sounds a hell of a lot worse than “I won’t have an orgasm for a year,” and I’m not quite sure why that is. Maybe because it’s so definite, so final… and it also says nothing of when my next orgasm will be….

Ein ganzes Jahr Keuschheit, kein Orgasmus. Das ist eine Vorstellung, die auf der einen Seite unglaublich erregend ist – und unglaublich furchteinflößend. Auf eine gewisse Weise kann man da schon neidisch werden.

Habe ich meinen Wunschzettel für Weihnachten schon geschrieben? Vielleicht wäre das was… Aber die Dame meines Herzens würde da nicht darauf verzichten wollen.

Die Dame, die zu „Monkey in a cage“ gehört, schreibt dazu:

So denial of orgasm for a year I can totally see happening and we are going to spend 2016 trying to get there but I will be unlocking and using him for my pleasure as often as I damn well please!

Das kann ich mir wiederum schwer vorstellen – wie kann man in so einer Situation verhindern, dass „es“ passiert?

Never ever (bis auf Weiteres)

Wer hier ein bisschen mitgelesen hat (auch wenn es zuletzt viel zu wenig Inhalt hier gab) weiß, dass ich ein gewisses Faible für Keuschheit habe. In der Vergangenheit durfe ich auch schon erleben wie es sich nach 20, 30 oder 50 Tagen anfühlt. Allerdings hat die Dame meines Herzens damit das kleine Problem, dass so eine Keuschhaltung dazu führt, dass sie ihr Eigentum für bestimmte Dinge nicht nutzen kann. Was sie als Einschränkung für sich selbst empfindet und deshalb nicht so recht einsieht.

In der Vergangenheit war es auch so, dass ich mich in solchen Phasen selbstverständlich nicht selbst anfassen  oder mir anderweitig selbst Lust verschaffen durfte. Ein bisschen unklar war, was denn nach einer solch erklärten Phase eigentlich ist, ob dieses Berührungsverbot etwas Grundsätzliches ist (was er manchmal für sich selbst so gesehen hat und manchmal etwas anders ausgelegt hat).

Jetzt hat die Dame seines Herzens da eine klare Regel eingezogen:

Ich darf mir selbst keine Lust verschaffen und mich außer für notwendige Dinge (Reinigung etc.) nicht selbst anfassen. Dies gilt „bis auf Weiteres“ – was ich, weil es einfach schöner klingt und besser anfühlt, als „überhaupt nicht mehr“ interpretiere. Aber da die Dame meines Herzens eine sehr gnädige Dame ist, hat sie mir gewährt, dass ich bis zu zwei mal in der Woche darum bitten darf, mich selbst anzufassen, falls ich es gar nicht mehr aushalten sollte. Weil sie aber die Dame meines Herzens ist hat sie  gleich hinzu gefügt, dass es nicht bedeutet, dass sie mir diese Bitte gewähren wird.

Ich bin mal sehr gespannt, wie sich das auf Dauer anfühlt. Und wie die Dame meines Herzens sich das, was diese Regel vielleicht mit ihm macht, zunutze machen wird.

Selbstbefriedigung ist ekelhaft

Ich habe heute auf einem tumblr-Blog den folgenden Text gelesen:

Masturbation is a selfish, self centered, juvenile, and disgusting habit that almost all if you justify as being “normal” or “natural”.

Body odor is normal and natural, the passing of gas, vaginal odor, a dense thicket of pubic hair… All of these things are natural and normal, and yet they are still offensive, if not disgusting.

No woman alive would be proud of the fact that their husbands, boyfriends, lovers, or even their sons sit in front of the computer frantically tugging at that noodle between his legs.

It is unecceptable.

Die Frage, um die es ging, war: Darf eine dominante Frau es ihrem submissiven Partner durchgehen lassen oder gar erlauben, sich selbst zu befriedigen? (also wenn sie nicht dabei ist oder das explizit von ihm verlangt *g).

Wenn man das so liest würde ich sagen: klarer Punkt. Oder?