Schöne Fotos

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man online zur Anregung für die eigene Fantasie nur wunderschöne Geschichten von anderen Leuten gelesen hat. Schon das hat genug der kostbaren (und teuren) Online-Zeit benötigt. Irgendwann konnte man dann kleine Bildchen anschauen und runterladen. Lange bevor es Videos in annehmbarer Qualität gab.

Heute ist das Bewegtbild überall greifbar, auf den einschlägigen Portalen etc pp. Fotos geraten da etwas in den Hintergrund. Leider wie ich manchmal finde.

Denn manchmal sind es die ganz simplen, gar nicht so aufwändig inszenierten Bilder, die etwas triggern. Wie zum Beispiel die in diesem Blogbeitrag verlinkten Fotos.

Ich müsste mal schauen, welche Fotos ich da noch in meiner Sammlung habe, die bei mir mehr auslösen als normal üblich. Gibt es bei euch auch solche Fotos?

A woman has to be submissive to her man

Also das sagt zumindest der Straßenprediger in diesem netten Film zu der Frau, die seine vorherigen Worte eigentlich ganz interessant fand. Allerdings ist ihr Umgang mit ihrem eigenen Mann, nun ja, eher anders geartet.

Mal sehen ob sie das Argument überzeugt, dass das schließlich Gottes Wort sei. Aber ganz ehrlich: ich finde den Film ja aus einem ganz anderen Grund sehr hübsch *blush*.

Femdom lernen mit Duolingo

Ich hab die Tage mal Duolingo wieder ausprobiert. Man muss sich da ja bei Englisch von sehr einfachen Fragen hocharbeiten. Ein bisschen langweilig. Bis ich in einer Lektion diese Fragen bekam…

Er geht, wenn sie jetzt? Sie spricht, er hört zu? Der Hund seiner Ehefrau? Dürfte für die meisten Leute harmlos klingeln. Bei mir löst es Kopfkino aus und macht mir bewusst, was mir gerade fehlt.

Etwas Neues lernen

Der Kurzfilm „Marcy learns something new“ ist ein echtes Highlight. Es gibt ja wenig Mainstream-Filme, in denen das Thema BDSM und noch dazu Femdom jenseits von Klischees behandelt wird. Um so glücklicher bin ich, in diesem schönen Blog „domme chronicles“ Hinweis auf die Veröffentlichung bei Vimeo gelesen zu haben.

Es geht um Marcy. Eine Lehrerin, nicht mehr ganz jung, seit kurzem offenbar wieder alleine. Die in dieser Einsamkeit nicht nur Sportkurse besucht. Mehr will ich gar nicht verraten. Hier wird fast jedes Stereotyp vermieden, es gibt keinen Klamauk, aber echte Gefühle.

Einfach unbedingt anschauen.

Wenn die Frauen sprechen

Ein Bild, das mir auf Twitter begegnet ist.

Still! Die Frauen sprechen.

Es war schon immer eine meiner Fantasien den Tisch zu decken und die Getränke vorzubereiten und dann vielleicht noch die Tür zu öffnen, wenn die Dame meines Herzens Besuch bekommt. Und dann zu verschwinden und mich mit der Nase an der Wand in die Kammer zu stellen. Und nur noch zu schauen, ob etwas benötigt wird, was ich holen muss.

Gerne stelle ich mir da auch vor, ein solches E-Erziehungsgerät um den Oberschenkel (oder woanders…) zu tragen, so dass sie mich mit einem unauffälligen Druck auf den Knopf lautlos rufen kann.

Oder aber dass ich einfach still auf dem Boden kauere, so dass die Dame meines Herzens ihre Füße auf mir ablegen kann, während sie mit einer Freundin telefoniert. Heute im Corona-Zeiten wäre es vermutlich sogar eher eine Videokonferenz, bei der ich unter dem Tisch liegen darf, ihren Füßen ganz nahe.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich viel kann, aber ganz schlecht meinen Mund halten. Umso mehr hätte es mir immer gefallen, dass von der Dame meines Herzens beigebracht zu bekommen: „Shhh! Die Frauen sprechen.“

Errötende Männer

Ich lese ja gerne andere Blogs. Man muss nicht alles, was da steht, für bare Münze nehmen. Aber viele Dinge regen doch sehr schön die Fantasie an, etwa was regelmäßig bei „Femdom 101“ publiziert wird.

While it seems strange submissive men can also be demanding. They also have these alpha moments when they act out. Don’t pretend you don’t know what I am talking about because I have seen it too many times. The wife tries her hand at accommodating the husband’s submissive side, but doesn’t do it just right and the husband rebels. In an alpha moment it is the husband demanding things.

Ja, das kommt mir bekannt vor. Und der Dame meines Herzens sicher auch. Was kann man frau da tun?

If I had advice for women it would be to tell your husband that you love him. Tell him that you will try to become his mistress, but that he must do his part. There is nothing wrong with starting off with little femdom games. If you both enjoy them take it to the next level. Give him assignments. Give him little jobs to do around the house, take a moment to inspect his work. We all need help in this area. If it works give him some personal chores to do. Have him wash and fold the laundry. Have him clean your shoes. Whatever little job you need done. Always inspect his work. And yes, if it is only the two of you in the home, have him naked.

Schuhe putzen kann ich ganz gut. Und ich kann bestätigen, dass man sich sehr klein fühlt, wenn man nackt einer angezogenen Frau gegenüber steht und alltägliches tut. Aber die Dame meines Herzens bevorzugt doch etwas verhüllenden Stoff über der Nacktheit.

Once again, this sounds silly, but wearing feminine things can have an amazing effect on a man. It is not so much as how these things feel on him, but how he feels in them.
These things can bring out a man’s softer submissive side. And yes, I love to do things that make a strong man blush. John is so cute when he blushes. Most men are.

Auch das ist etwas, was für die Dame meines Herzens keine Option ist. Wobei, in den vergangenen Wochen „durfte“ ich mehrfach eine herbstliche Damenstrumpfhose unter meiner Kleidung stecken, und abgesehen von der unangenehmen Wärme stimmt es, dass es mich zumindest innerlich hat erröten lassen. Ich vermute dass  für andere Unterwäsche ähnliches gilt.

One of my friends recommended having a cute little pet name for your husband. A silly little name that only you use for him. Something sweet. She calls it a slave name, and it is a way of letting him know that he is your property. And yes, while only you should call him by that name, never hesitate to use it in front of sales people or waiters in restaurants.

Also so einen „süßen“ Kosenamen vor amderen Leuten? Das finde ich dann wirklich einen Grund zum Erröten.

When we go out to eat my daughter will order for her husband. Before the waiter comes she will ask him what he wants, but he knows she must approve it. And sometimes she will order something completely different for him. Her husband is on a diet and she controls what he eats and how much of it.

Den kleinen gemischten Salat statt dem 400g Steak? Also das klingt jetzt wirklich nach Sadismus pur 😉

The things I am talking about may seem silly and they are. Over time, by doing these things, a man begins to realize that much of his daily life is under your control.

Es sind auf jeden Fall interessante Aspekte, die die Fantasie anregen. Und deshalb lese ich so gerne andere Blogs.

 

Macht und Dominanz ausleben

In der „Süddeutschen Zeitung“ ist heute ein Text mit dem sicher bewusst provokanten (und auf Klicks optimierten) Titel „Emanzipation zerstört die Erotik“. Im Kern werden dort Studien und SexualwissenschaflterInnen zitiert, die zu dem Schluss kommen, dass die heutigen Beziehungen auf Augenhöhe zwar gut sind (Gleichberechtigung und so), aber auch einen Nachteil haben:

Weil die Lust auf Gleichberechtigung die Lust aufeinander schwinden lässt.

Oder: Kein Bock auf Sex, wenn der Mann immer schön die Wäsche aufräumt und im Vergleich der Rollenverteilung von vor 100 Jahren zurücksteckt. Hoppla, da hört wohl jede und jeder D/s-Interessierte genau zu:

Sex dient nicht nur der Triebabfuhr – ginge es darum, wäre ein Partner weitgehend entbehrlich. „Sex ist immer auch ein Kampf um Macht und Dominanz“, schreibt US-Autorin Gottlieb. Männer und Frauen müssten lernen, diese Impulse spielerisch einzusetzen, ohne dass die Partnerschaft aus dem Gleichgewicht gerät. Wer zwanghaft versucht, auch im Bett dieses Gleichgewicht beizubehalten, bringt sich selbst um das Glücksgefühl, sich fallenlassen zu dürfen.

Kann ich gut nachvollziehen. Wobei für mich ein Ungleichgewicht in bestimmten, gemeinsam ausgehandelten Punkten jenseits „des Betts“ auch dazugehört, um zu einem Glücksgefühl des Fallenlassens zu kommen. Etwa indem man grundsätzlich das Recht über seine Sexualität, seinen Höhepunkt, dem Partner überträgt (Keuschheit). Oder indem man Aufgaben im Alltag übernimmt bzw. aufgetragen bekommt, bei denen es bei einer nicht ausreichenden oder fehlerhaften Erfüllung ganz banal Strafen gibt.

Der Text konzentriert sich mehr auf das Thema, (Rollen)spiel rund ums Bett, liest sich in so einem Mainstream-Medium allerdings doch recht interessant. Nur: Es wird irgendwie fast überall davon ausgegangen, dass Frau den Wunsch hat, sich zu unterwerfen gegenüber dem männlichen Krieger, dem verschwitzten Kerl, der Dreck macht statt ihn wegzuputzen.

Hey, und was ist mit uns Männern, die es genau andersrum haben wollen? Immerhin an einer Stelle blitzt es auf, dass es auch sorum sein könnte:

Wer welche Rolle übernimmt, ist dabei nicht die Frage. Das kann wechseln. Wichtiger ist, dass einer von beiden bereit ist, die Führung zu übernehmen. Und einer, die Kontrolle abzugeben.

Insofern ein interessanter Text, vielleicht hilfreich für den einen oder die andere, der/die ganz vorsichtig Partner oder Partnerin einen Einblick in die eigenen Fantasien geben möchte. Ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Und ohne auf irgendwelche Seiten zu verweisen, die vielleicht schon viel zu weit gehen.

 

The last days of the year

Ich hab es eigentlich nicht so mit Silvester. Nie gehabt. Aber wenn das Ende des Jahres nur noch zehn Tage entfernt ist, dann kann man ja schon mal ein bisschen zurück und voraus schauen. Vor allem, wenn sich doch ein bisschen was ändert und ich vielleicht die letzten Tage (des Jahres) genießen sollte.

Die letzten Tage, an denen ich Alkohol trinken darf wie ein Erwachsener, wann ich will. Die letzten Tage, an denen ich Süßigkeiten essen kann, wenn ich mag. Die letzten Tage, in denen ich Hausarbeit halt so mache, wie sie anfällt. Oder einfach darauf setze, dass die Dame meines Herzens das schon macht. Die letzten Tage…

Denn ab 1. Januar gelten für 31 Tage bei uns ein paar andere Regeln. Die Idee ist, die Intensität in der Besonderheit meiner Beziehung mit der Dame meines Herzens etwas zu erhöhen. Bisher gelten die klaren Regeln – kurz: sie bestimmt, ich gehorche – zu klar abgegrenzten Zeiten eines Spiels.

Für die ersten 31 Tage des neuen Jahres gelten die Regeln, die sie aufgestellt hat, grundsätzlich. Teilweise dauerhaft – etwa dass alles, was sie sagt, für mich als Befehl zu verstehen ist. Und alles, was ich tue oder nicht tue kann ausdrücklich von ihr auf beliebige Weise, darunter natürlich die üblichen körperlichen Züchtigungen, bestraft werden. Das ist schon eine komische Vorstellung, eigentlich immer irgendwie aufmerksam sein zu müssen, daran zu denken, ihre Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Und nicht zuletzt mein Temperament und meine Besserwisserei zügeln zu müssen, weil diese sonst jederzeit Konsequenzen haben können.

Ich will mich alles andere als beschweren, schließlich bin ich alles andere als unschuldig daran, dass wir dieses kleine Experiment machen. Aber ich fürchte schon ein wenig, dass es für mich, wenn die Dame meines Herzens konsequent ist (was ich ja auch wieder hoffe), nicht einfach und manchmal vermutlich ziemlich demütigend und schmerzhaft sein wird.

Auf jeden Fall werde ich mein Glas Sekt an Silvester (ich gehe mal davon aus, das gilt noch als im letzten Jahr ausgeschenkt bzw. bekommt von ihr eine Sondergenehmigung) sehr genießen.

Und ich muss gestehen, ich habe mich schon sehr, sehr lange nicht mehr so auf das neue Jahr gefreut. Vielleicht noch nie. Ich liebe die Dame meines Herzens.

2015-12-16 23.35.35