D/s hui, Spießigkeit pfui

Ich hatte gestern so einen Gedankenblitz, dass D/s und Spießigkeit vielleicht nur eine Winzigkeit voneinander entfernt liegen. Naja, oder dass D/s sich vielleicht Elementen der klassischen Spießigkeit bedient.

Also wenn sie zum Beispiel kritisch anmerkt, dass die beiden Saftkartons, von denen man einen gerade benutzt hat, nicht mit der gleichen Seite nach vorne nebeneinander stehen.

In einem D/s-Kontext würde man diese Maßregelung jetzt beschämt hinbehmen, selbstverständlich sofort zurückgehen und den Fehler korrigieren. Aber außerhalb von D/s? Ist man einfach nur genervt, weil diese Wahrnehmung verglichen mit anderen Dingen jetzt doch … irgendwie spießig ist?

Ooooorgasmus

Ich habe ja im letzten Beitrag ein bisschen über die Rolle von erotischen Geschichten, Bildern und Videos für die eigene, äh, Fantasieanregung geschrieben. Jetzt ist es ja so, dass man immer mal wieder wechselnde Vorlieben hat, was einen, nun ja, erregt.

Ich hätte aber bis heute eigentlich immer gesagt, dass es schon etwas aus dem BDSM-Kontext wäre, was ich mir da aussuchen würde.

Aber heute habe ich aus Gründen nach einem Video gesucht, in dem frau sich selbst Lust verschafft. Hier bin ich dann fündig geworden.

Und ich muss gestehen, ich finde es wirklich sehr, sehr anregend zu sehen, wie sich sehr unterschiedliche wunderbare Frauen Lust verschaffen, ohne dass es dazu eines Mannes bedarf.

Und es kitzelt sogar meine devote Sub-Seele mir vorzustellen, dass ich mir ausschließlich solche Videos anschauen darf bzw. sogar muss, um zu lernen – allerdings natürlich unter einem strengen Keuschheitsgebot.

Schöne Fotos

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man online zur Anregung für die eigene Fantasie nur wunderschöne Geschichten von anderen Leuten gelesen hat. Schon das hat genug der kostbaren (und teuren) Online-Zeit benötigt. Irgendwann konnte man dann kleine Bildchen anschauen und runterladen. Lange bevor es Videos in annehmbarer Qualität gab.

Heute ist das Bewegtbild überall greifbar, auf den einschlägigen Portalen etc pp. Fotos geraten da etwas in den Hintergrund. Leider wie ich manchmal finde.

Denn manchmal sind es die ganz simplen, gar nicht so aufwändig inszenierten Bilder, die etwas triggern. Wie zum Beispiel die in diesem Blogbeitrag verlinkten Fotos.

Ich müsste mal schauen, welche Fotos ich da noch in meiner Sammlung habe, die bei mir mehr auslösen als normal üblich. Gibt es bei euch auch solche Fotos?

Merry x-mas

Ich habe in diesem sich jetzt dem Ende zuneigenden Jahr viel weniger hier geschrieben als ich wollte. Das lag vor allem auch daran, dass es weniger zu berichten gab, als ich mir das gewünscht hätte. Und der richtige Ort für meine Fantasien erschien es mir auch nicht.

Aber hier vielleicht noch etwas, was als Geschenktipp durchgehen kann, auch wenn es für dieses Fest wohl nicht mehr von der geneigten Leser*innenschaft rechtzeitig gekauft werden könnte. Aber es gibt ja vielleicht andere Gelegenheiten.

Würde ich als Sklave Weihnachtsgeschenke bekommen und Wunschzettel schreiben, ich hätte wohl das hier darauf geschrieben:

BDSM Halsband aus Leder mit Spikes und D-Ringen

Alleine der Gedanke an fiese kleine Spikes am Hals, die sie mit einer lockeren Bewegung ihres Handgelenks, die vom Seil oder einer Leine an den Ring übertragen wird, in mich bohren lässt, löst ein Kribbeln aus. Oder wenn die eigenen Füße oder Hände so daran festgebunden sind, dass wenn man müde wird und die Anstrengung nachlässt, man selbst so daran zieht, dass man sich selbst bestraft. Fachleute sagen wohl „prediction bondage“ dazu.

Frohe Weihnachten!

Du weißt, dass…

Du irgendwo in Dir drin ein sub bist, wenn Du an einem normalen Tag nach der Dame deines Herzens in die Badewanne gehst und Dir denkst, eigentlich hätte sie das Wasser doch einfach drinlassen können. Aus ökologischen, aber auch aus Statusgründen.

Und wenn Du beim Aufräumen der Küche ihre Reste vom Frühstück siehst und denkst, da hätte sie ja auch einen Zettel „Dein Mittagessen“ dranmachen können.

Leider kein Lebensentwurf

Friedrich Merz hat ein Problem mit Homosexualität. Oder auch nicht, wie er felsenfest behauptet. Ist mir am dieser Stelle egal, denn mir geht es um einen Punkt, den Kevin Kühnert auf Twitter in der Debatte macht:

Ich glaube, was Kevin Kühnert über Homosexualität schreibt trifft auf – zumindest mein – SM auch zu.

Ich habe mich nicht irgendwann entschieden, dass es mich sexuell erregt, gefesselt, gequält und unterworfen zu werden. Dass ich gerne diene und gedemütigt werde. Dass ich es brauche, sexuell keusch gehalten und über meine Lust und Orgasmen verfügt wird. Und noch ein paar Dinge mehr.

Ich war so. Und ich bin so. Ich bin diese Person, nicht nur im Schlafzimmer. Das ist Teil meines Alltages, wenn auch nicht ausgelebt, so doch immer in meinem Kopf.

Wenn ich es ändern könnte, wenn es ein Lebensentwurf wäre, ich würde oft lieber heute als morgen diesen Teil von mir ablegen. Ich wäre dann vermutlich nicht mehr der selbe Mensch, aber vielleicht weniger verletzlich und weniger verletzt.

Aber das geht nicht. Es ist, wie Kevin Kühnert schreibt, auch für mich so: Get over it.

Guten Appetit!

Manchmal sind es totale Alltagsdinge, die bei mir einen Kink triggern. Zum Beispiel heute. Da sind in unserem Kühlschrank auf eine Art und Weise, die jetzt nichts zur Sache tut, drei Becher Wackelpudding aufgetaucht. Kommt anderswo wahrscheinlich häufiger vor, aber bei uns wird Wackelpudding verabscheut. Meine persönliche Meinung: E-kel-haft.

Und seitdem denke ich daran, gefesselt auf einem Stuhl zu sitzen und Löffel um Löffel von der Dame meines Herzens mit dem Zeug gefüttert zu werden. Die sich darüber lustig macht und die Vorzüge dieses verabscheuungswürdigen Nachtisches preist, während ich mit dem Ekel kämpfe, aber gehorchen muss und auch gehorchen will.

Ja, das ist vermutlich für außenstehende Menschen schwer vorstellbar, wie man auf solche Gedanken kommt. 🤷🏻‍♂️

Schubladenräume

Wenn man die Schublade mit den Unterhosen aufzieht – und statt einer überquellenden Fülle von für den Tag geeigneten Boxern nur gähnend Leere sieht. Und ein einsames Spitzenhöschen, ganz offensichtlich für eine Frau gemacht.

Dann erregt mich das sehr.

Aber leider bin ich kurz darauf schon aufgewacht. Und dass ich mich daran überhaupt erinnern kann ist schon außergewöhnlich, denn normalerweise habe ich Träume sofort vergessen.

Offenbar bin ich zu geil und zu unbefriedigt. Und dann denke ich sogar im Traum an solche Dinge, die ich gerne erleben würde.

Kleine Momente

Wenn du auf dem Weg in die Badewanne bist und das Wasser einlassen willst. Und die Wanne noch feucht ist und ein paar Schaumreste drin sind, weil die Dame deines Herzens gerade auch erst gebadet hat. Und du denkst, dass es auch schön gewesen wäre, wenn sie dir aufgetragen hätte, dich in ihr benutztes Wasser zu setzen.

Femdom lernen mit Duolingo

Ich hab die Tage mal Duolingo wieder ausprobiert. Man muss sich da ja bei Englisch von sehr einfachen Fragen hocharbeiten. Ein bisschen langweilig. Bis ich in einer Lektion diese Fragen bekam…

Er geht, wenn sie jetzt? Sie spricht, er hört zu? Der Hund seiner Ehefrau? Dürfte für die meisten Leute harmlos klingeln. Bei mir löst es Kopfkino aus und macht mir bewusst, was mir gerade fehlt.