Leider kein Lebensentwurf

Friedrich Merz hat ein Problem mit Homosexualität. Oder auch nicht, wie er felsenfest behauptet. Ist mir am dieser Stelle egal, denn mir geht es um einen Punkt, den Kevin Kühnert auf Twitter in der Debatte macht:

Ich glaube, was Kevin Kühnert über Homosexualität schreibt trifft auf – zumindest mein – SM auch zu.

Ich habe mich nicht irgendwann entschieden, dass es mich sexuell erregt, gefesselt, gequält und unterworfen zu werden. Dass ich gerne diene und gedemütigt werde. Dass ich es brauche, sexuell keusch gehalten und über meine Lust und Orgasmen verfügt wird. Und noch ein paar Dinge mehr.

Ich war so. Und ich bin so. Ich bin diese Person, nicht nur im Schlafzimmer. Das ist Teil meines Alltages, wenn auch nicht ausgelebt, so doch immer in meinem Kopf.

Wenn ich es ändern könnte, wenn es ein Lebensentwurf wäre, ich würde oft lieber heute als morgen diesen Teil von mir ablegen. Ich wäre dann vermutlich nicht mehr der selbe Mensch, aber vielleicht weniger verletzlich und weniger verletzt.

Aber das geht nicht. Es ist, wie Kevin Kühnert schreibt, auch für mich so: Get over it.

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