Es gibt keine #Pornosucht, höchstens Pornoscham

Ein interessanter Text bei „Vice“, der die Erfindung einer neuen Krankheit durch Selbsthilfeindustrie, Kirchen und Medien beschreibt: Pornosucht.

Die Wiege der Pornosucht liegt in der Selbsthilfe-Kultur der Anonymen Alkoholiker. 1976 gründete ein Mitglied in den USA die Anonymen Sexsüchtigen. Kein Witz. Mit den zwölf Schritten, Gruppentreffen, Sponsorensystem, Enthaltsamkeitschips und allem, was dazu gehört. 1984 kamen sie nach Deutschland und bieten heute in jeder größeren Stadt ihre Dienste an. Schritt eins: „Wir geben zu, dass wir der Lüsternheit gegenüber machtlos sind.“

Hier kann man den Text lesen.

Und das Ganze hat natürlich auch viel mit SM zu tun, wenn man mal über das Zitat aus dem Text nachdenkt:

Medizinische Diagnosen sind keine puren naturwissenschaftliche Wahrheiten. Die Frage „Wer oder was ist krank?“ beinhaltet immer auch die Frage „Wer oder was ist normal?“. Sie ist somit von Moralvorstellungen beeinflusst. Wer mag, kann das bei Foucault nochmal in schön nachlesen. Das vielleicht beste Beispiel ist Homosexualität: Bis 1990 (!!!) stand sie auf der WHO-Liste der psychischen Störungen. Ähnlich der Fall der weiblichen Hysterie oder Nymphomanie. Bestimmte sexuelle Identitäten oder Praktiken zu pathologisieren, hat bei uns quasi Tradition. Pornosucht schreibt diese Tradition fort.

Die grundsätzliche Kritik an Enthaltsamkeit kann ich dagegen natürlich nicht nachvollziehen. Also wenn Sub zum Keuschsein verpflichtet wird, dann finde ich das wiederum aber sowas von gar nicht schlimm. Wobei ich da auch nie den Pornokonsum verboten sehen würde (im Gegenteil), sondern nur das Sich-selbst-anfassen…

Into the wild

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Es gibt ja wenig was ich erotischer finde als Männer, die sich öffentlich gegenüber Frauen devot verhalten – und zwar auf eine Weise, die auf den ersten Blick kein Hochziehen der Augenbrauen zur Folge hat…

(Leider kenne ich keine Quelle zu dem Bild, es geistert an verschiedenen Stellen im Netz rum. Also wenn jemand Einwände gegen die Veröffentlichung hat, lösche ich es natürlich.)

So klein und so autsch

Die Rede ist natürlich von: Klammern. Bei uns haben diese fiesen Dinger in der Vergangenheit eher ein Schattendasein in der großen Truhe mit den Spielsachen gefristet Ich habe immer mal wieder ein Exemplar gekauft, das mir interessant erschien, aber wirklich zum Einsatz gekommen sind sie selten bis nie.

Eine kleine Klammersammlung

Bis vor einiger Zeit die Dame meines Herzens ihre Freude an den kleinen gemeinen Dingern entdeckt hat. Es vergeht eigentlich kein Spiel-Abend, an dem ich nicht ein Paar von diesen Dingern an meine Ohrläppchen angelegt bekomme und meine Brustwarzen unter dem Druck der gemeinen Dinger mit den Schnüren dran leiden. Die sehen so harmlos aus, als ob sie keiner Fliege etwas zuleide tun könnten, aber die kleinen Plastikauflagen sind noch mit winzigen Zähnen versehen. Und dabei hat die Dame meines Herzens bislang darauf verzichtet, besonders gemein an den Schnüren zu ziehen oder etwas dranzuhängen, denn der Mechanismus ist so konstruiert, dass bei Zug daran die Klammer noch fester zubeißt.

Ja, und häufig gibt es auch noch ein Paar etwas weiter unten an einer Stelle, die sich für diesen Zweck anbietet. Gestern die mit den Glöckchen, die nicht nur die absolut gemeinsten Metallzähne mit hohem Druck ihr eigen nennen, sondern die auch ständig bewegt werden müssen, weil die Dame meines Herzens es so gerne klingeln hört. So hört sie mich im Flur langsam auf und ab gehen, was dazu führt, dass die gemeinen Klammern nie still sind, während ich sie im Schlafzimmer höre, wo ich doch so viel lieber sein würde.

Aber das wirklich Fiese an den Klammern ist ja nicht alleine, dass sie mal mehr, mal weniger schnell anfangen, richtig zu schmerzen (wobei nach einer unterschiedlich langen Zeit der Schmerz auch wieder abnimmt, zumindest wenn man sie nicht immer in Bewegung setzen muss), sondern dass man sich gar nicht richtig wünschen kann, dass der Schmerz doch bitte aufhört. Denn wenn die Dame meines Herzens sich entscheidet, die Klammern abzunehmen, dann bedeutet das ja immer den größten, wenn auch deutlich kürzeren Schmerz. Der durch zärtliches Reiben und grobes Zusammendrücken und verdrehen auch noch individuell dem Verhalten des Sklaven angepasst werden kann.

Und das besonders Gemeine an Klammern: Man kann sie einfach wieder anlegen oder ein paar Zentimeter versetzen – und sie schmerzen einfach wieder genauso wie am Anfang. Es gibt keine Chance, sich daran zu gewöhnen.

Mein persönliches Verhältnis zu den Klammern würde ich als Hassliebe beschreiben: Ich hasse sie für den wirklich gemeinen Schmerz sie mir zufügen können. Aber ich liebe sie, weil sie der Dame meines Herzens ermöglichen, mir Schmerzen zuzufügen, ohne dass sie sich dafür wie etwa bei Schlägen anstrengen muss. Und ich liebe sie natürlich, weil sie die Dame meines Herzens erfreuen und erheitern.

Mich würde natürlich interessieren: Gibt es besondere Anwendungsmöglichkeiten von Klammern, mit denen ihr „gute“ Erfahrungen gemacht habt? Oder gibt es Arten von Klammern, die in unserer kleinen Sammlung fehlen, die man aber unbedingt einmal gespürt haben sollte? Und die vor allem der Dame meines Herzens Freude bereiten könnten.

Schuldfrage, geklärt

Die Dame meines Herzens hat mich gestern Abend vor dem Schlafengehen zur Inspektion zitiert. Ich stand mit dem Gesicht zur Wand in der Ecke, bis sie aus dem Bad kam und im Bett lag. Dann ließ sie mich präsentieren und fragte mich, warum die Strumpfhose schon drei Löcher hat und sich ein weiteres abzeichne.

Ich erklärte ihr, dass ich wirklich sehr sorgfältig mit der Strumpfhose umginge. Aber das stimmte natürlich nicht. Ein paar Fragen später, unterstützt durch wohldosierte Ohrfeigen, war mir klar geworden, dass ich dafür verantwortlich bin und einfach besser auf die Dinge aufpassen muss, die mir anvertraut werden. Ich bewundere die Dame meines Herzens immer für ihre Klugheit, solche Dinge sofort zu erkennen, und ihre pädagogischen Fähigkeiten, mir diese Erkenntnisse auch zu vermitteln.

Zur Strafe musste ich zurück in meine Ecke, während sie noch im Bett lesen wollte. Dazu muss man wissen, dass wenn wir gemeinsam ins Bett gehen ich mich zumeist sofort zur Seite drehe und wegschlummere, während sie noch gerne liest. Heute war aber nichts mit schlummern.

Wer denkt „ein bisschen an der Wand stehen, na und?“ hat das noch nie gemacht. Ich habe keine Ahnung, wie lange das gedauert hat, mir kam es wie eine Stunde vor.

Am Anfang denkt man: pffft. Aber dann beginnen die im Nacken verschränkten Arme zu schmerzen. Ja, wirklich. Und irgendwann beginnt der Schmerz in den Unterschenkeln, vom unbeweglich stehen bleiben. Dazu kommt: müde sein, eigentlich im Bett liegen wollen, es fallen einem die Augen zu, man erschrickt und ist wieder ganz wach – nur nicht bewegen. Und die Frage: sie bewegt sich gar nicht mehr, ist sie vielleicht schon eingeschlafen? Was mache ich denn, wenn sie eingeschlafen ist? Muss ich dann so stehen bleiben? Soll ich mal einen Blick riskieren? Natürlich nicht! Aber wenn sie eingeschlafen ist?

Sehr dankbar küsst man dann ihren Fuß und verspricht, sorgfältiger zu sein, wenn sie einem endlich gestattet, ins Bett zu gehen.

Heute Abend möchte sich die Dame meines Herzens etwas ausführlicher mit mir beschäftigen. Bis dahin trage ich heute weiter die zerschlissene Strumpfhose, darf aber heute Abend eine frische, unkaputte anziehen. Sie ist nicht nur klug, sondern auch gütig.

Catch up

Ich verbringe meine Tage und Nächte immer noch in einer Strumpfhose. Am Wochenende durfte ich aber zumindest die eine waschen und eine zweite Ersatzhose anziehen.

Am Freitag hatte die Dame meines Herzens mir unterwegs aufgetragen, auf einer Toilette mit eigener Hand dafür zu sorgen, dass meine ständig vorhandene Erregung auch deutlich sichtbar ist, und dann, diese unverrichteter Dinge wieder unter den Stoff zu packen.

Am Samstag durfte ich mich vor dem Einschlafen sehr ausgiebig damit beschäftigen, die Dame meines Herzens zu streicheln und mit meinem Mund und meiner Zunge zu berühren – aber nicht da, wo jetzt manch eine/r denkt. Es hat ihr ganz offensichtlich sehr gefallen und so konnte ich den Dienst sehr genießen, bis sie mir gesagt hat, es ist genug.

Dann durfte ich mit ihrem getragenen Höschen des Tages über dem Gesicht unbefriedigt aber sehr zufrieden und glücklich einschlafen. Eine Garantie für süße Träume.

Und am Morgen schickt sie mir eine Nachricht mit dem einen Wort „Schlampe“, weil die Strumpfhose, die ich aktuell trage, schon zwei Löcher hat.

24 Stunden

Die Strumpfhose begleitet mich jetzt seit einem Tag und einer Nacht, jetzt läuft beginnt der zweite Tag. Ich muss bei jeder Bewegung, wenn ich den ungewohnten Stoff fühle, der meine Beine umfasst, an die Dame meines Herzens denken. Und daran, was ich jetzt viel lieber tun würde, als auf dem Weg zur Arbeit zu sein. Oder am Schreibtisch zu sitzen.

Ich weiß, dass die Dame meines Herzens ihrem formulierten Ziel schon sehr nahe ist:

Sie möchte ihn geil sehen. Stinkend, schwitzig, geil.

Also schwitzig und stinkend vielleicht gerade noch nicht, aber der Rest – auf jeden Fall. Aber kommt es mir nur so vor, oder kitzelt und juckt es doch schon ein bisschen im Schritt?

Sie hat meinen Beitrag von gestern goutiert und sich sogar erkundigt, ob es Kommentare gab. Und sie hat mir in ihrer Güte gestattet, weiter zu berichten. Obwohl sie zuvor wissen wollte, warum. Meine Erklärung

Weil es auf eine gewisse Art beschämend ist, das öffentlich zu sagen, auch wenn es anonym ist.

In Strumpfhosen

Als erstes möchte ich mich bei jeder und jedem, der hier vorbeischaut, dafür entschuldigen, dass ich so wenig hier geschrieben habe. Der letzte Eintrag ist wirklich schon fast ein Jahr her. Skandalös. Dabei ist in der Zeit gar nicht so wenig passiert, nur hat es nicht den Weg hierhin gefunden. Vielleicht kann ich da ja in den kommenden Wochen mal etwas nachliefern.

Im Moment sitze im am Schreibtisch und denke an die Dame meines Herzens. Das tue ich natürlich auch sonst ganz, ganz oft. Aber heute ganz besonders. Denn dafür hat sie gesorgt. Denn ich musste mir heute morgen eine schöne schwarze Nylon-Strumpfhose anziehen, die sich nun unter meiner alltäglichen Kleidung versteckt. Und diese Strumpfhose wird mich nun auf ihre Anweisung hin in den kommenden Tagen begleiten.

Warum? Es geht der Dame meines Herzens nicht um Feminisierung. Auch wenn ich das in gewissen Vorstellungen durchaus erregend finde, kann sie damit gar nichts anfangen (und darum geht es ja). Um es in ihren Worten auszudrücken:

Eine Strumpfhose ist eine andauernde Erinnerung an seinen Sklavenzustand, die an seinen Eiern schrubbert und je länger sie getragen wird, desto unangenehmer wird sie.

Ja, das kann ich unterschreiben, es ist auch nicht das erste Mal, dass sie zu diesem Mittel greift. Ich musste bereits über mehrere Tage eine Strumpfhose tragen. Und zwar _eine_ Strumpfhose. Und zwar Tag und Nacht. Nur zum Duschen mit dem Wechseln der Unterhose durfte ich sie einmal am Tag ablegen. Und ich kann versichern: Sie erinnert mich jede Stunde, jede Minute daran, dass sie da ist. Und ich muss daran denken, warum sie da ist. Und, ja, natürlich, ich finde das Gefühl von Nylon auf der Haut zusätzlich auch noch erregend. Unter der Kleidung wird es in der Strumpfhose aber auch durchaus in bestimmten Situationen schwitzig. Und nach ein, zwei Tagen juckt es manchmal auch ein bisschen. Und selbst wenn der Geruchstest nach dem Duschen sagt, die müffelt gar nicht so schlimm, fühlt man sich schmutzig, billig.

Ja, und so sitze ich hier, erst wenige Stunden in der Strumpfhose, mit einer Ahnung was da kommt, und kann nur an die Dame meines Herzens denken. Und wünsche mir, dass sie grausam zu mir ist und sich darüber freut.

Denn wie schrieb sie mir noch, wie sie das mit der Strumpfhose denn selbst findet:

Es ist eklig und dafür wird er bestraft.

Und vermutlich ist die Strumpfhose jetzt noch nicht die Strafe.