Fesselstrafe

Ich habe mich gegenüber der Dame meines Herzens falsch verhalten. Konkret habe ich eine sehr klare Anweisung bewusst und willentlich missachtet. In der Folge musste ich eine Nacht, in der ich alleine zu Hause war, gespreizt und selbst gefesselt auf dem Bett verbringen. Zudem musste ich mir – ähnlich wie hier beschrieben – um 2 Uhr und 5 Uhr nachts den Wecker stellen um mich dann jeweils bei ihr per Mail zu entschuldigen.

Das mit der Fesselung ist ja so eine Sache. Alleine kann man sich, zumindest an den Armen, ja gar nicht soooo streng fesseln und wenn man erstmal so daliegt ist das größte Problem die eigene Erregung. Fesseln sind nun mal… Eben. Aber irgendwann schläft man dann ein. Nur leider klingelt praktisch sofort, also gefühlt sofort, der Wecker. Und dann, nach der Mail und dem wieder anketten der dafür notwendigen Hand, merkt man: wie die Muskeln schmerzen. Wie sich Beine und Arme wehren. Wie der Körper kämpft, sich endlich aus der Rückenlage zu befreien. Man beginnt es zu hassen. Zu leiden. Darüber nachzudenken, wie lange man bis zum Aufstehen noch durchhalten muss. Und dann wieder nur der Schmerz.

Irgendwann ist dann der Schlaf doch da. Wie schön. Aber dann ist da auch das nächste Weckerklingeln. Und geht wieder los.

Mit dem kleinen Bonus, dass ich vorher einmal darum gebeten hatte, mir doch vielleicht selbst Lust verschaffen zu dürfen. Das hat sie mir gnädig gestattet. Aber nicht dann, als ich wollte, sondern eben um 5 Uhr morgens. Gefesselt. Auf dem Rücken. Auf dem Bett. Wenn von Erregung so gar nichts mehr zu spüren ist. Und das bittere Ergebnis musste bis zum Morgen feucht und eklig auf seinem Bauch verbleiben.

Eine echte Strafe.

Cuckolding – jetzt auch in Ihrem Schlafzimmer

Ich habe hier in diesem kleinen Blog ja extra eine Rubrik „SM im Alltag“, weil ich es immer wieder interessant finde, wo man auf Dinge stößt, die sich mit – ja, zugegeben: schmutziger – Fantasie in einen SM-Kontext bringen lassen. Oder wie selbstverständlich SM-Themen in Publukumszeitschriften aufgegriffen werden, etwa dem „Focus“:

Jetzt erobert ein neuer Trend aus der BDSM-Szene die Schlafzimmer. „Cuckolding“ ist laut einer US-Studie zum zweithäufigsten Suchwort auf Porno-Seiten geworden. (…) Die Partnerin beim Sex mit einem anderen Mann zu beobachten. Ja, viele Männer törnt es tatsächlich an, wenn sie ihrer Freundin zusehen, wie sie mit einem anderen schläft. Diese Sexphantasie wird Cuckolding genannt und kommt ursprünglich aus der BDSM-Szene.

Also wenn man mal davon absieht, dass es schon gewagt ist, von der Suche bei Pornos auf die Realität im Schlafzimmer zu schließen… ein bisschen überrascht war ich schon, wie neutral bis geradezu positiv diese sexuelle Spielart hier für eine breite Öffentlichkeit aufgearbeitet wird.