Gute Nacht, böser Junge

Ich habe einen interessanten Blogbeitrag gelesen, in dem es um die Vorteile geht die Frau hat, wenn Mann nicht einfach nach Belieben einen sexuellen Höhepunkt haben darf und auch nicht das klassische „wir haben jetzt Sex“ zu einem solchen führt. Der Text bezieht sich dabei auf unterschiedliche Beiträge aus dem Blog FLR101. Ein Aspekt des Ganzen ist natürlich auch die Frage der Strafe. Das hat dabei zwei Seiten.

Zum einen kann diese Regelung selbst als Strafe eingesetzt werden:

For example let’s take a typical experience that most couples encounter. This happened today. We’re having a discussion in the car, and he raises his voice. I don’t like that, in fact I hate it. I simply calmly said „You’ve just been bumped a day,“ meaning his ejaculation day on Sunday is no longer tomorrow, it’s on Monday. The drive to ejaculate is so strong in a male, it was less than ten minutes before he apologized, and asked if I might reconsider as he has been looking forward to his release all week. I said we’ll see how the rest of the day goes. He doesn’t have to apologize either. He could just wait until Monday. But he does what he can to repair it, and he hopes he’s back on track for ejaculation tomorrow. We’ll see, I haven’t decided yet. Does an intercourse session take place if the kitchen is dirty? Or if the kitchen is clean and orderly 99% of the time? Answer not required. A clean kitchen does not guarantee a session will happen, but a dirty one 100% guarantees a session won’t happen.

Klingt… effektiv. Aber eigentlich nur dann wenn sichergestellt werden kann, dass Mann nicht einfach mal so, abends alleine vor dem Computer oder unter der Dusche dafür sorgt, dass er sich Erlösung verschafft. Oder „aus Versehen“ beim Sex einen Höhepunkt erlebt, ohne dass dieser erlaubt wurde. Wie geht das?

When hormones take over, they can’t help themselves. When my husband’s passion has pushed him to the brink after thrusting me to 18 orgasms, the only thing I’ve found that works to keep him from teetering over the edge is something that’s so horrible that awaits on the other side of his ejaculation that he wouldn’t even consider violating the sacred ejaculation schedule. (…)

The consequences that you decide on must be so completely aversive to the subject, he will do anything to avoid them.

Was das genau sein soll, müsse jedes Paar für sich entscheiden. In diesem Fall geht es zum Beispiel um

Corner time can also be effective. Turning a chair facing the corner and have him sit there for an hour. The wife should check with him periodically during this time out and have him explain why he has a time out.

Nose against the wall. The wife can have him stand with his nose against the wall with a quarter between his nose and the wall for fifteen minutes. If the quarter falls, the time is increased. It’s pretty aversive.

Ja, kenne ich. Ähem. Ist erstmal für einen submissiven Mann durchaus eine erregende Vorstellung. Aber, werte Frauen, ich kann glaubhaft versichern: Es ist alles eine Frage der Dosis. Der Länge einer Einheit (vor allem still und unbeweglich stehen ist anstrengend) bzw. der Häufigkeit der Anwendung hintereinander. Was am ersten Abend das Wahrwerden einer erotischen Fantasie ist, kann am dritten in Folge sehr… ermüdend und anstrengend sein.

Interessant fand ich aber eine andere Bestrafungs-Variante für einen Verstoß gegen den „Abspritz-Fahrplan“:

For an infraction of the schedule I could implement an 8:00 bedtime for a week or whatever time and length I choose that would be aversive. The threat of a bedtime terrifies my husband so it works. An 8:00 bedtime is aversive in that it removes all stimulus, and gives him time to reflect what he’s done and how committed he is to following his wife’s wishes. Before the wife goes to bed, she should check in with him and ask him to explain why he now has a bedtime. My husband finds one day with an early bedtime akin to Chinese water torture and is very aversive. It keeps him very alert during intercourse about warning me about any spill that may arise. He actually would prefer a whipping with a leather strap than an early bedtime.

Also mal abgesehen davon, dass „ins Bett geschickt werden“ tatsächlich ein wenig demütigend klingt – wäre das für mich eine Strafe? Früh ins Bett? Hey, endlich mal ausschlafen! Ich stelle mir vor, ich wäre in 10 Minuten tief und fest eingeschlafen und frage mich, ob das wirklich eine Strafe ist. Oder ob da auch gilt: Am dritten Tag…?

Es würde mich ja interessieren was diejenigen, die den Blogbeitrag lesen (bzw. bis hierher gelesen haben) dazu denken: Ist früh ins Bett schicken wirklich eine „Strafe“?

Etwas rot geworden bin ich allerdings bei dieser letzten Variante:

Putting a man on an allowance for a period of time is also aversive. If his behavior is compliant, spending limits go up. If he’s not, spending limits get tighter.

Die Frau teilt dem Mann zur Strafe ein tägliches Taschengeld zu? Ups.

Ein Wurm

Wenn man so durch die einschlägigen Seiten mit Bildern klickt, dann stößt man manchmal auf Dinge, die das Kopfkino so richtig in Schwung bringen. Das hier ist so etwas, auch wenn ich mir keinen „Larry“ vorstelle, sondern eher eine „Lara“:

He overpowered the young lad relatively easily and began to wrap him up, from his toes upwards with tape and clingfilm, slapping him every time he cried out. He then stuffed the young man’s mouth and completed wrapping the boy’s head, leaving his eyes and nose. He then bent down and gleefully whispered, “Who’s the pathetic little worm now?” Emmett began to cry. Larry then produced a leash and dog lead, wrapping it around Emmett’s neck. “Now crawl, worm.” Larry took him home that night and he’s been Larry’s worm ever since. Sometimes, he crawled plugged. Sometimes, he crawled blind. But Larry’s worm always crawled.

Und anregende Bilder gibt es beim Originalbeitrag auch.

Mehr als Sex

Ich habe heute einen interessanten Blogbeitrag gelesen:

Sexual submission, as I’ve written before, is great. It’s my favorite thing. (…) But it has limitations.

Knowing that I will be available for his sexual use whenever desired (within my physical limitations) is hot, important, and touches the core of my being. But what happens to my usefulness when my Boyfriend isn’t in the mood? (…)

That’s the time for non-sexual service. Polishing his boots. Bringing him a cup of tea. Cooking a meal. Doing the dishes. Giving him a massage. Cleaning the bathroom. Cleaning the stove. Putting away the groceries. (…)

Does that mean I find dirty cat litter hot? No. Does it mean I like cleaning litter boxes? Hell no! (…) I find it worthwhile to serve him.

Ich kann mich darin wiederfinden. Ich komme zum Beispiel morgens schwer aus dem Bett (also am Wochenende, unter der Woche gibt es da wenig Spielraum). Ich bleibe dann gerne liegen und warte, dass die Dame meines Herzens schon aufsteht, tut was nötig ist, Frühstück vorbereitet, schließlich hat sie meistens lange vor mir Hunger am Morgen. Das mache ich nicht aus Kalkül, sondern einfach weil ich soooo müüüüüüde bin. Und faul.

Ganz anders wenn sie mir eine klare Anweisung gibt. Wenn sie mir sagt, ich habe um 7.30 Uhr aufzustehen, mich um alles zu kümmern und den Frühstückstisch zu decken, dann tue ich das. Nicht nur ohne Murren, sondern gerne. Und gewissenhaft. Und ich habe dabei das Gefühl, ich zu sein. Ihr Diener zu sein. Ihr Sklave.

Und da ist der andere Gedanke, den ich in einem anderen Blog gelesen und abgespeichert habe: Wir sind immer „submissiv“.

We are always submissive even if we’re not acting that way. No matter what’s going on, I’m always John Brownstone’s submissive. Always. I may have to be the boss in my career or make decisions as a mom, but his expectations, my rules, and our relationship are always there.

Sagen wir es mal so: In meinen Gedanken ist das so. Ich schlüpfe nicht in die Rolle ihres Sklaven, wenn wir an einem Abend spielen, sondern dann kann ich der Sklave sein, als der ich mich ohnehin fühle. Ich kann es herauslassen, auf eine gewisse Weise muss ich mich nicht mehr verstellen.

Es fällt mir schwer, nicht an die Dame meines Herzens als meine Gebieterin zu denken. Wenn ich morgens keine Zeit mehr finde, vor der Arbeit die Spülmaschine auszuräumen, dann denke ich daran, dass das eigentlich die Aufgabe eines Sklaven ist. Wenn ich Schmutz auf ihren Stiefeln im Schuhregal sehe, dann denke ich daran, dass ich sie gerne in ihrer Gegenwart putzen würde (nachdem ich sie ein bisschen vorgeleckt habe). Wenn ich auf dem Weg zur S-Bahn ein Werbeplakat mit einem Strumpfhosenmodell sehe denke ich daran, wie sexy sie darin aussieht – und wie gerne ich mich von ihr da reinstecken lasse. Und wenn wir streiten ertappe ich mich hinterher beim Gedanken, dass ich dafür eine Tracht Prügel verdient hätte.

Das könnte schön sein. Aber für die Dame meines Herzens ist es anders. Für sie ist es anstrengend, „dominant“ zu sein. Es passt für sie nicht in den Alltag. Submission & Dominance, das ist Sex, in einem abgegrenzten Setting, für eine überschaubare Zeit, getrennt vom „normalen“ Leben.

Ich glaube, ich habe mal mehr, mal weniger bewusst über lange Zeit versucht ihr schmackhaft zu machen, dass ein Alltag, in dem ihre Dominanz und meine Unterwerfung einen Platz hat, etwas Schönes sein könnte. Aber das geht offensichtlich nicht. So wenig wie ich meine Gedanken aus meinem Alltag herausbekommen kann, so wenig lassen sie sich – ohne dass es anstrengend wird – dort hinein verpflanzen.

Mir fällt da nur eine eher abstruse Lösung ein. Zu meinen Gedanken über SM & Alltag gehört auch die Keuschhaltung, oder besser: dass die Dame meines Herzens vollständig darüber verfügt, wann und wie ich Erregung empfinde (also zumindest physische). Aber nach einem Orgasmus tritt so eine gewisse sexuelle Lustlosigkeit und Ermattung bei mir ein. Die hält mal länger, mal kürzer an. Aber in der Zeit habe ich eigentlich kein Bedürfnis, mich irgendwie zu unterwerfen oder irgendwelchen „non-sexual service“ auszuüben. Also tut man zu einem Zeitpunkt, wo man eigentlich so gerne an der Ausübung seiner Lust gehindert werden würde, das genaue Gegenteil. Blöd. Aber es funktioniert.

Verschlossen

Ab heute Abend irgendwann werde ich verschlossen sein. Ein Keuschheitskäfig wird dann an meiner intimsten Stelle dafür sorgen, dass ich dort keinen Unsinn machen kann. Und mich nicht einmal selbst spüren.

Ich muss gestehen, dass ich die Vorstellung sehr kribbelig finde und ein wenig aufgeregt bin. Ich habe bereits alleine mit der Keuschheitsschelle experimentiert und sie auch schon mal auf Anweisung der Dame meines Herzens angelegt. Aber sie hat mir noch nie so angekündigt, dass ich eingeschlossen werde – und das dann auch über eine kurze Session hinaus so bleibt.

Ja, ich habe auch schon mal geschrieben, dass das Wort der Dame meines Herzens reichen sollte. Aber die Vorstellung, dass sie tatsächlich den Schlüssel hat und ich nicht, die ist mehr als reizvoll. Es gehört wohl für viele Männer mit ähnlicher Neigung wie ich dazu, dass eine erzwungene Keuschhaltung zu den erregenden Fantasien gehört. Für mich ist es auf etwas sehr, sehr Intimes und Persönliches zu verzichten und ihr die reale Macht über einen Teil meines Körpers zu schenken.

Ich hoffe, dass ihr das Experiment Freude bereitet, dass es für mich unangenehm ist, aber in der Praxis möglich, und dass die psychische Wirkung des Eingeschlossenseins so ist, wie sie sein soll.

Bei Interesse in den Kommentaren und wenn die Dame meines Herzens nichts dagegen hat, werde ich berichten.