Im Kerker

Jeder, der ein Faible für SM hat, hat vermutlich so eine kleine Palette von Fantasien, die ihn begleitet. Fantasien, die vor dem Einschlafen vor dem inneren Augen vorbeiziehen, oder in die man sich hineinversetzt, wenn man unter der Dusche den Drang nach Lust verspürt.

Und manchmal stößt man dann beim Surfen zufällig auf Textstücke, bei denen es Klick macht. Wie diesen hier, der auf der Internetseite eines Vereins steht, der sich BDSM widmet und in einem Haus auch Veranstaltungen mit den Mitgliedern organisiert. Dinge gibt’s… Auf jeden Fall steht da:

24 h in einem kalten Verlies, gehalten von schweren Eisen, keine Möglichkeit sich selber zu befreien, altes Stroh, eine Decke, ein Eimer für die Notdurft, etwas Wasser und Brot, sonst nichts. Ihr seid alleine, jede Bewegung wird zur Qual, die Fesseln drücken und schmerzen, Minuten werden zu Stunden, Stunden zu Tagen. Niemand spricht mit euch, nur selten schaut ein stummer Wärter nach Euch.

Puh. Das kribbelt. Sich entkleiden, vielleicht irgendeinen kratzigen alten Kartoffelsack überwerfen dürfen, in Ketten gelegt werden und dann… weggesperrt. Im Kerker. Das ist durchaus ein Kopfkino, das bei mir unter die Kategorie „Fantasie“ wie oben fällt.

Wobei… Dass ein stummer Wärter kommt, der nur kurz schaut, das könnte ich mir noch ein bisschen interessanter vorstellen. Eine Wärterin vielleicht, die sich lustig macht. Die quält. Die vielleicht sogar verhört. Die Wohlverhalten einfordert oder sonst die Haftbedingungen unangenehmer gestaltet. Ja, das ist noch näher an der Fantasie, die prickelt.

Wie siehtes aus, ist so eine Kerkerhaft eine erregende Vorstellung? Oder einfach nur langweilig?