Fucked

Aus der Rubrik, „Dinge, die ich gerne mal erleben möchte“ eine interessante Schilderung. Ein kleiner Auszug:

Queen fucked me tonight. She’s played with my ass before, but tonight she fucked me. I understand now what it means to get fucked. I used to think I knew what that meant. To be used…objectified She took the toy and fucked me with it and used my asshole. To feel her pushing, not at my pace, but at hers…was mind-blowing.

 

Die Scham ablegen

Der „Freitag“ hat eine Geschichte aus dem „Guardian“ über von Frauen gemachte SM-Pornos veröffentlicht und dankenswerterweise auch online gestellt. Darin geht es darum, warum Feministinnen auch dafür kämpfen können, „die sexuellen Fantasien anderer nicht als schändlich“ darzustellen, selbst wenn es um „Bilder von Perversion und Dominanz“ geht.

Interessant fand ich in dem Text den Gedanken:

Sie selbst habe schon immer solche Neigungen gehabt, sagt Blake. Lange bevor sie wusste, was das letztendlich bedeutet. Sie erinnert sich daran, wie sie von Stockschlägen in Roald Dahls Autobiografie las und ihre eigene Reaktion sie gleichzeitig faszinierte und beschämte. „Schon damals war mir klar, dass an dieser Reaktion etwas falsch ist“, sagt sie. „Wir alle müssen diese Scham ablegen, bevor wir unsere Sexualität genießen können – und wenn sie außerhalb der Norm liegt, natürlich erst recht.“

Das kommt mir sehr bekannt vor, was dieses erste Aufblitzen der eigenen Neigung angeht. Und auch dieses Gefühl von Scham oder zumindest ein Gefühl, dass man manche Dinge, die man fühlt, besser für sich behält. Dass das, was man empfindet oder sich wünscht, (ver)stört.

In weiten Teilen der Republik dürfte es kein Aufsehen erregen, wenn sich zwei Menschen auf der Straße z.B. intensiv küssen, und Scham wird dabei wohl auch niemand empfinden. Aber sich etwa im Park nicht neben den Partner auf die Bank zu setzen, sondern daneben/davor zu knien und vielleicht auch noch einen Fuß zu küssen?

Aber das war nur ein Aspekt in einem sehr spannenden und ungewöhnlichenText zum Thema, den ich so in einer deutschen Zeitung eher nicht erwartet hätte.

Und gänzlich gewonnen hat mich der Beitrag dann mit der Beschreibung, was Spanking eigentlich bedeutet- wobei das für mich für jede Form der angekündigten Bestrafung gilt:

„Das Geile am Spanking ist die Angst, die man dabei verspürt, und die Vorwegnahme dessen, was einen erwartet“, sagt sie. Blake entwickelt gern Szenen, in denen das Schlagen nicht aus dem Nichts kommt, sondern in denen eine Figur es antizipiert. „Wie ein Schulmädchen, das weiß, nach dem Unterricht bekommt es den Hintern versohlt. Sie kann an nichts anderes mehr denken und fragt ihre Freundinnen, wie schlimm es wohl wird und ob es sehr wehtut.“

Da steckt so viel drin, was jemand, der das nicht empfindet, vermutlich kaum verstehen kann. Dass es nicht in erster Linie der Schmerz oder die Demütigung ist, die ein Prickeln auslösen, sondern das Wissen, dass einem so etwas bevorsteht. Die Erwartung dessen,  was kommt, was man durchstehen muss – und manchmal auch die Angst.

Wortwahl

Ich habe heute einen Hinweis auf ein schon elf Jahre altes SM-Magazin gelesen, das man als PDF herunterladen kann. Darin war ein interessanter Artikel zum Thema „speech protocol“, also welche interessanten Effekte die Beeinflussung der Wortwahl von sub durch Dom haben kann.

Klar, man kann das Sprechen insgesamt verbieten oder festlegen, dass sub nicht mehr „ich“ sagen darf, aber darum geht es nur am Rande.

Viel interessanter fand ich die Idee, dass Sub sich grundsätzlich Formulierungen verkneift, die sprachlich eine Aufforderung oder ein Befehl sind. „Gehst Du dann heute einkaufen?“ oder „Gibst Du mir mal die Butter aus dem Kühlschrank“ wären dafür Beispiele. Oder aber das hier, beim Autofahren:

zitat

Wenn man mal die Anrede „Master“ weglässt und man vielleicht nicht ganz so gestelzt formuliert, dann würde vermutlich kein Außenstehender merken, welche Sprechregeln zwischen dem Paar gelten. Für mich klingt das sehr reizvoll – auch wenn (oder gerade weil) es anstrengend ist. Für den, der so sprechen muss, aber genauso für den, der die Einhaltung des Sprech-Gebots überwachen sollte, damit es wirkt und Spaß macht.

Gibt es da draußen jemanden, der solche oder ganz andere „speech protocols“ nutzt? Nur innerhalb eines Spiels/Sessions oder auch im Alltag?

An die Kette gelegt

Ich habe heute ein Bild wiedergefunden, dass ich vor längerer Zeit mal irgendwo online gesehen und gespeichert habe.

an_der_kette

Ich finde diese Vorstellung reizvoll, mit einer kurzen Kette an ihr Fußgelenk gefesselt zu sein und einfach immer dort sein zu müssen, wo sie bzw. ihr Fuß gerade ist. Und nichts anderes vor Augen zu haben als ihren Fuß, den es zu verehren gilt.

Gut, wenn sie durch die Wohnung geht könnte das auch für sie etwas unpraktisch sein, so einen Klotz am Bein zu haben, oder? Aber es ist für mich dennoch eine sehr erotische und intime Fantasie. 

Mich würde interessieren: wie wirkt das Bild, wie wirkt die Vorstellung auf andere?

Flora

Wenn um einen herum Brennesseln sind und man an diesen Blogbeitrag denken muss, den man vor einiger Zeit gelesen hat. In dem er sechs Stengel Brennesseln pflücken und sie in seinen Slip legen musste, den er dann hochziehen durfte. Und erst wieder ausziehen, wenn sie es ihm erlaubt hat.

Wie viele Leute wohl auch an solche Sachen denken, wenn sie durch die Flora streifen?