Jahresendbeichte

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist vermutlich ein geeigneter Zeitpunkt und zumindest aus meiner Sicht ein geeigneter Ort, Beichte abzulegen.

Ich habe mich im vergangenen Jahr zu verschiedenen Gelegenheiten aus verschiedenen Gründen verbotenerweise angefasst und mir dabei selbst Lust verschafft.

Es gab die Momente, wo ich schwach war. Und die, wo ich mich geärgert habe. Wo ich das Gefühl hatte, die mir auferlegte Keuschheit ohne die ausdrückliche Genehmigung der Dame meines Herzens spiele (auch für sie) eigentlich keine Rolle. Und es gab die Momente, an denen ich bewusst die Regel übertreten habe mit dem festen Vorsatz, meinen Fehler zu gestehen, wenn sie mich denn fragen würde.

Alles ist keine Rechtfertigung und schon gar keine Entschuldigung.

Aber ich habe eben den Satz gelesen

„Sünden werden vergeben, aber die Strafe folgt nach“

und ich hoffe auf Vergebung und gelobe Besserung für 2016.

 

The last days of the year

Ich hab es eigentlich nicht so mit Silvester. Nie gehabt. Aber wenn das Ende des Jahres nur noch zehn Tage entfernt ist, dann kann man ja schon mal ein bisschen zurück und voraus schauen. Vor allem, wenn sich doch ein bisschen was ändert und ich vielleicht die letzten Tage (des Jahres) genießen sollte.

Die letzten Tage, an denen ich Alkohol trinken darf wie ein Erwachsener, wann ich will. Die letzten Tage, an denen ich Süßigkeiten essen kann, wenn ich mag. Die letzten Tage, in denen ich Hausarbeit halt so mache, wie sie anfällt. Oder einfach darauf setze, dass die Dame meines Herzens das schon macht. Die letzten Tage…

Denn ab 1. Januar gelten für 31 Tage bei uns ein paar andere Regeln. Die Idee ist, die Intensität in der Besonderheit meiner Beziehung mit der Dame meines Herzens etwas zu erhöhen. Bisher gelten die klaren Regeln – kurz: sie bestimmt, ich gehorche – zu klar abgegrenzten Zeiten eines Spiels.

Für die ersten 31 Tage des neuen Jahres gelten die Regeln, die sie aufgestellt hat, grundsätzlich. Teilweise dauerhaft – etwa dass alles, was sie sagt, für mich als Befehl zu verstehen ist. Und alles, was ich tue oder nicht tue kann ausdrücklich von ihr auf beliebige Weise, darunter natürlich die üblichen körperlichen Züchtigungen, bestraft werden. Das ist schon eine komische Vorstellung, eigentlich immer irgendwie aufmerksam sein zu müssen, daran zu denken, ihre Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Und nicht zuletzt mein Temperament und meine Besserwisserei zügeln zu müssen, weil diese sonst jederzeit Konsequenzen haben können.

Ich will mich alles andere als beschweren, schließlich bin ich alles andere als unschuldig daran, dass wir dieses kleine Experiment machen. Aber ich fürchte schon ein wenig, dass es für mich, wenn die Dame meines Herzens konsequent ist (was ich ja auch wieder hoffe), nicht einfach und manchmal vermutlich ziemlich demütigend und schmerzhaft sein wird.

Auf jeden Fall werde ich mein Glas Sekt an Silvester (ich gehe mal davon aus, das gilt noch als im letzten Jahr ausgeschenkt bzw. bekommt von ihr eine Sondergenehmigung) sehr genießen.

Und ich muss gestehen, ich habe mich schon sehr, sehr lange nicht mehr so auf das neue Jahr gefreut. Vielleicht noch nie. Ich liebe die Dame meines Herzens.

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Angekettet.er

Jede/r Sub, Sklave oder Sklavin, Diener oder Dienerin oder wie die gewählte Bezeichnung auch heißt hat vermutlich eine Fantasie. Von dem jeweiligen Gegenstück – dem oder der Dom, Herrin oder Herrn, Gebieter oder Göttin – gekennzeichnet zu werden. In der Fantasie ist das dann vielleicht ein Branding, ein Tattoo oder ein verschlossenes, schweres Halseisen, das man mit sich herum tragen muss darf.

In der Realität ist das alles eher schwierig. In der Durchführung. Oder in den Konflikten mit den eigenen Rollen im Alltag. Sei es in der Arbeit oder innerhalb der Familie. Aber der Wunsch, ein Zeichen zu tragen, der bleibt.

Ich habe von der Dame meines Herzens zum Geburtstag ein, nein mein Zeichen geschenkt bekommen. Es ist ein wunderschönes Kettchen für das Fußgelenk, das zwar weder ausbruchssicher ist noch sich dazu eignet, ihn irgendwo dranzuketten und das nicht zuletzt im Alltag praktisch unsichtbar ist. Dennoch ist es für mich eine dauernde Erinnerung, dass ich selbstgewählt ihr Eigentum bin, über das sie verfügen kann. Jeden Morgen, unter der Dusche, beim Anziehen. Jeden Abend.

Und es gibt diese Momente, wo das Kettchen Teil des Alltags wird. Wenn ich etwa im Schwimmbad bin. Und es mir bewusst ist, dass es jeder sehen kann. Zwar ohne zu wissen, wofür das Zeichen steht, aber zumindest, so stelle ich es mir zumindest vor, ein Augenbrauenheben und sei es nur, weil es doch eher ein feminines Zeichen ist. Dann vermischt sich der Stolz, ihr Zeichen tragen zu dürfen, mit einer gewissen Scham zu dieser Mischung, die ich so sehr liebe.

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Danke, meine Dame meines Herzens, für dieses wunderbare Geschenk.

Schmuddelwetter

Das aktuelle Wetter mit zweistelligen Gradzahlen führt aktuell ja nicht gerade zu Weihnachtsstimmung, vor allem wenn zu den Temperaturen noch Regen dazu kommt. Ein echtes Schmuddelwetter.

Wunderbares Schmuddelwetter.

Denn es führt dazu, dass die Stiefel der Dame meines Herzens gestern tagsüber aufregend dreckig und fleckig geworden sind. Und ich durfte am Abend zu ihren Füßen mit meiner Zuge das Leder auf Hochglanz polieren. Nicht nur spielerisch oder als Zeichen der Unterwerfung (wobei es das natürlich auch ist), sondern als klarere Arbeitsauftrag.

Ich hoffe, sie wird heute auf der Arbeit darauf angesprochen, dass ihre Schuhe so außergewöhnlich glänzen und strahlen. Ich strahle auf jeden Fall heute noch in Erinnerung an diese Aufgabe.

365 Tage plus X

Wow, eben bei „Monkey in a cage“ gelesen:

So, ML’s post let the cat out of the bag and it has now turned into the elephant in the room – I won’t be having an orgasm in 2016. Honestly, that sounds a hell of a lot worse than “I won’t have an orgasm for a year,” and I’m not quite sure why that is. Maybe because it’s so definite, so final… and it also says nothing of when my next orgasm will be….

Ein ganzes Jahr Keuschheit, kein Orgasmus. Das ist eine Vorstellung, die auf der einen Seite unglaublich erregend ist – und unglaublich furchteinflößend. Auf eine gewisse Weise kann man da schon neidisch werden.

Habe ich meinen Wunschzettel für Weihnachten schon geschrieben? Vielleicht wäre das was… Aber die Dame meines Herzens würde da nicht darauf verzichten wollen.

Die Dame, die zu „Monkey in a cage“ gehört, schreibt dazu:

So denial of orgasm for a year I can totally see happening and we are going to spend 2016 trying to get there but I will be unlocking and using him for my pleasure as often as I damn well please!

Das kann ich mir wiederum schwer vorstellen – wie kann man in so einer Situation verhindern, dass „es“ passiert?