Abreibung

Für heute hat ihm die Dame seines Herzens eine “Abreibung“ für sein “schlechtes Benehmen“ avisiert. Und angekündigt, dass er betteln wird.

Er ist gespannt. Und auch ein kleines bisschen nervös, ob er sie vielleicht zu sehr provoziert hat. Mit Bemerkungen wie

(Und er wartet auf den Tag, wo er es wirklich mal kurz bereut, sich das gewünscht zu haben… bisher war das eigentlich noch nie der Fall)

Aus der Seele gesprochen (2)

Bei dem Beitrag von „Denying Thumper“, über den ich schon schrieb, findet sich noch ein Absatz,den ich so unterschreiben würde – und der dieses komplizierte Ding mit der Keuschheit vielleicht ein bisschen erklärt.

Second, I want to be in a state where I want to come. Yes, duh, right? But no, not if you think about it. So many guys into denial are into denial (myself included) which means they want to be denied. Where I’m saying I want to be more often is where I want to fucking come all the time and don’t only because she won’t let me. If she said, “Thumper, now!” I’d happily spew forth without reservations.

Man(n) sehnt den Zustand herbei, dass man(n) wirklich, wirklich kommen will. Es einem egal ist, was man schon immer über Keuschheit gedacht hat und dass es einem egal ist, dass man(n) doch immer behauptet, unbefriedigt sei man(n) aufmerksamer blablabla. Dieser Zustand, wo man einfach so … ist, dass man(n) es will. Jetzt. Sofort.

Und dass sie dann in diesem Moment sagt: Nein.

Oder wie Thumper schreibt:

And sweet Jesus, it makes me want to come in her. To spray myself all over the walls that bigger dick pushed beyond my reach. To mark and retake her pussy as mine. It hurts, I want to come so bad. So I told her.

“I want to come in you.”

“No, you don’t.”

“Yes. Yes, I do.”

“No, you really don’t.”

“But I do…”

Silence.

Had she said the word, I would’ve done it. Like that. But she didn’t so I didn’t.

Her goal not to let me come once this year: Intact

My goal to want to really a lot: Intact

Aus der Seele gesprochen

Es kommt vor, dass man anderswo etwas liest, was einem a) aus der Seele spricht und b) offenbar eine ähnliche Konstellation beschreibt, wie man sie selbst hat. Das ist mir heute bei einem meiner Lieblingsblogs „Denying Thumper“ passiert. Und deshalb würde ich den Abschnitt gerne einfach mal zitieren:

First, I’d like to be tied up more. Doesn’t have to be ropes since they’re technical. Could be cuffs and harnesses, etc. Just restrained. There’s all manner of lovely strappy things to accomplish such a goal. Hogtieshobble belts, and various spreader bars. Even awesome-looking shackles.

 

I think Belle worries about what to do with me once she’s bound me up. Sure, I’d also like to be whipped and otherwise tortured, but she could just leave me. The idea of having my wrists bound to my thighs or even just leaving them cuffed together all night (preferably while wearing a collar, ‘natch) is highly appealing. Or shackling my hands and ankles. Basically, anything where she removes more of my control is too fucking hot.

 

Yeah, so, I’d like stuff to bind and restrain me plus a lovely harness. Just because I think they’re sexy as hell and I’ve almost got my upper body into a shape that one would look good on me.

 

Einfach nur gefesselt sein, bewegungslos, eingeschränkt. Durch das Binden die Macht des Anderen spüren. Und dann leiden oder sich einfach selbst überlassen sein. Das kommt eigentlich in jeder meiner Fantasien vor.

Wir haben einen hübschen Erker mit zwei kleinen Geländern vor einem Podest. Seitdem wir in der Wohnung wohnen stelle ich mir vor wie es wohl sein würde, zwischen diesen beiden Geländern unbeweglich gefesselt zu sein, einen ganzen Abend oder länger. Und sie entweder beobachten zu können, wie sie dort sitzt, liest, etwas trinkt… oder meiner Augen beraubt zu sein und nur raten zu können, was gerade passiert. Sie vielleicht zu hören, was sie tut, wie sie vielleicht ein Telefonat führt.

Ja, mehr Fesseln 2014, das wäre wirklich schön.

Seine Neue Welt: 4. Kapitel

„Du, Meike…“ Susanne zögerte. Sie war zusammen mit Meike vor einigen Minuten von der Wahlparty aufgebrochen um nach Hause zu gehen. Es war früher Morgen und die ersten Strahlen der Sonne suchten sich ihren Weg durch die Häuserschluchten. Franziska und Karin, die anderen beiden Mitbewohnerinnen der Frauen-WG waren noch geblieben. Das letzte was Susanne und Meike von ihnen gesehen hatten war, dass sie in einer größeren Gruppe Frauen auf der Bühne standen und „Ein Tag, so wunderschön wie heute“ sangen. Ziemlich schräg, was auch am ausufernden Alkoholkonsum gelegen haben dürfte. Aber auch Susanne fühlte sich nicht mehr ganz nüchtern. „Hmmmm“, antwortete Meike, ebenfalls eher müde als wirklich interessiert. „Meinst du, dass das alles richtig ist?“ Jetzt war es draußen. Susanne hatte schon den ganzen Abend seit der Rede ihrer Parteivorsitzenden überlegt, ob sie so eine Diskussion anfangen konnte – ausgerechnet an diesem Tag, dem Tag des Sieges. Sie wollte keiner ihrer Freundinnen den Abend verderben und schon gar keinen Streit anzetteln. Aber hier, auf der Straße, auf dem Weg nach Hause, da war das doch eher ein privates Gespräch unter Freundinnen, keine politische Grundsatzdebatte. Fand Susanne zumindest. „Wie meinst du das, richtig?“, fragte Meike, jetzt wacher. „Naja, du weißt schon, was ich meine. Was wir so vorhaben, das Programm. Die Berufsverbote für Männer, den Gesellschaftsdienst für Jungen, die Aufhebung der Familie…“

Meike unterbrach sie. „Sanne, manchmal frag’ ich mich, ob du nicht zu gut bist, für diese Welt. Klar sind solche Berufsverbote keine schöne Sache, wir sind schließlich Demokratinnen. Aber es ist der einzige Weg, um die Arbeitslosigkeit zu senken und unseren Schwestern wieder einen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.“ Sie sah Susanne fest an. „Schau mal, wie viele Jahrhunderte haben die Männer uns Frauen das Arbeiten, die Selbstverwirklichung, verboten? Wir wollen das ja nicht für immer machen, sondern nur für eine Übergangszeit.“ „Aber…“ Meike ließ Susanne gar nicht erst ausreden. „Und was den fünfjährigen Gesellschaftsdienst für junge Männer angeht. Es gibt so viele Arbeitslose, die gerne etwas Nützliches für die Gesellschaft tun würden. Und es gibt so viele wichtige Aufgaben, die sich der Staat nicht mehr leisten kann. Schau dir doch mal hier die Straße an, total versifft, weil die Stadt sich die privatisierten Reinigungsdienste nicht mehr leisten kann. Es ist doch verrückt, Arbeitskraft brach liegen zu lassen und gleichzeitig wichtige Arbeit nicht zu machen. Und überhaupt, wer hat denn in der Vergangenheit die sozialen Dienste verrichtet, wer hat denn die Kinder bekommen und dafür auf so viel anderes verzichtet? Es ist Zeit, mit der Rückzahlung dieser Schuld zu beginnen.“

Es klang alles so logisch, fand Susanne. Und Meike konnte wirklich toll reden. Aber irgendwie hatte sie so ein komisches Gefühl in der Magengegend, wie früher, wenn sie als Kind wusste, dass sie etwas angestellt hatte und nun darauf wartete, dass es jemand herausfand. Quatsch, dachte Susanne, das ist der Alkohol. „Und was die Familie angeht“, fuhr Meike fort, „die ist seit Jahrzehnten der Hort aller Gewalt gegen Frauen. Das belegt dir jede Statistik. Wenn wir wirklich etwas gegen Missbrauch, Vergewaltigung und Unterdrückung der Frauen tun wollen, dann müssen wir diesen Schutzraum für gewalttätige Männer knacken. Wir wollen ja nicht die Partnerschaft abschaffen“, Meike lachte, „wir wollen doch nur die Regeln ändern: Die Frau akzeptiert den Mann bei sich, aber er hat keinerlei rechtliche Ansprüche auf Wohnung, Besitz, Vermögen. Wie heißt es so treffend in unserem Programm: Ein abhängiger Mann ist ein friedlicher Mann. Ein friedlicher Mann ist ein guter Mann.“

Sie gingen ein paar Schritte schweigend nebeneinander her. „Obwohl wir von mir aus die ganze Bagage auch ins tiefste Verlies schmeißen könnten.“ Meike lachte. „Oh nein.“ Susanne stöhnte gespielt auf. „Nicht schon wieder die Leier, Meike. Es ist ja schön, dass du auf Frauen stehst, aber lass doch bitte uns unseren Spaß.“ „Ich bin eben eifersüchtig“, sagte Meike mit ebenso gespielter Empörung und drückte Susanne einen schnellen Schmatz auf die rechte Wange, „mein Liebling.“ „Komm, lass das.“ Susanne war jetzt ernst. „Das hatten wir doch schon. Ich mag dich als Freundin und es war einmal eine interessante Erfahrung, aber ich steh’ eben nicht drauf, sorry.“ Ihre Schritte hallten durch die leere Straße, keine sagte ein Wort. „Tut mir leid“, sagte Meike dann. „Mir auch“, antwortete Susanne. Und dann war wieder Schweigen.

Seine Neue Welt – kurze Erklärung

So, jetzt geht es auch weiter mit der Geschichte „Seine Neue Welt“. Die ist ziemlich lang, aber sie hat noch kein richtiges Ende. Und sie ist schon ziemlich alt, ich habe sie irgendwann 2003 mal angefangen und so seit 2005 nichts mehr daran geschrieben.

Insofern bin ich nicht so richtig zufrieden und würde vieles so nicht mehr aufbauen und konstruieren. Vielleicht überarbeite ich sie ja mal – die Grundidee finde ich immer noch spannend.

Ich freue mich auf jeden Fall auf Anmerkungen und gerne auch (konstruktive ;-)) Kritik in den Kommentaren.