Schubladenräume

Wenn man die Schublade mit den Unterhosen aufzieht – und statt einer überquellenden Fülle von für den Tag geeigneten Boxern nur gähnend Leere sieht. Und ein einsames Spitzenhöschen, ganz offensichtlich für eine Frau gemacht.

Dann erregt mich das sehr.

Aber leider bin ich kurz darauf schon aufgewacht. Und dass ich mich daran überhaupt erinnern kann ist schon außergewöhnlich, denn normalerweise habe ich Träume sofort vergessen.

Offenbar bin ich zu geil und zu unbefriedigt. Und dann denke ich sogar im Traum an solche Dinge, die ich gerne erleben würde.

Kleine Momente

Wenn du auf dem Weg in die Badewanne bist und das Wasser einlassen willst. Und die Wanne noch feucht ist und ein paar Schaumreste drin sind, weil die Dame deines Herzens gerade auch erst gebadet hat. Und du denkst, dass es auch schön gewesen wäre, wenn sie dir aufgetragen hätte, dich in ihr benutztes Wasser zu setzen.

Pervers

Durch Zufall bin ich auf Netflix auf „Rabiat“ gestoßen. Eine Doku-Serie, die sich an Milenials richten will. In der Folge 2 der ersten Staffel geht es über dem Titel „Netzwerk Pervers“ um SM.

https://www.netflix.com/title/81059946?s=a&trkid=13747225&t=cp

Gezeigt werden u.a. ein Pet-Player, eine Bondage-Liebhaberin und ein Paar, das auf D/s und Uniformen steht. Natürlich geht es auch um ein bisschen Voyeurismus, aber was mir gefällt: der Reporter vermittelt glaubhaft den Eindruck, dass er lernen und verstehen will. Und er bewertet nicht bzw. er wertet vor allem nicht ab.

Am Ende kann man vielleicht stehen lassen, wie es einer der Protagonisten formuliert, dass Normalität etwas sehr Persönliches ist. Für manche ist es normal, mit 50.000 anderen in einem Fußballstadion 22 Leuten zuzujubeln. Für den anderen als Zebra an die Kette gelegt zu werden. Entscheidend ist, wie man mit der jeweils nicht eigenen Normalität des anderen (die man vielleicht nicht einmal verstehen kann) umgeht.

Femdom lernen mit Duolingo

Ich hab die Tage mal Duolingo wieder ausprobiert. Man muss sich da ja bei Englisch von sehr einfachen Fragen hocharbeiten. Ein bisschen langweilig. Bis ich in einer Lektion diese Fragen bekam…

Er geht, wenn sie jetzt? Sie spricht, er hört zu? Der Hund seiner Ehefrau? Dürfte für die meisten Leute harmlos klingeln. Bei mir löst es Kopfkino aus und macht mir bewusst, was mir gerade fehlt.

Etwas Neues lernen

Der Kurzfilm „Marcy learns something new“ ist ein echtes Highlight. Es gibt ja wenig Mainstream-Filme, in denen das Thema BDSM und noch dazu Femdom jenseits von Klischees behandelt wird. Um so glücklicher bin ich, in diesem schönen Blog „domme chronicles“ Hinweis auf die Veröffentlichung bei Vimeo gelesen zu haben.

Es geht um Marcy. Eine Lehrerin, nicht mehr ganz jung, seit kurzem offenbar wieder alleine. Die in dieser Einsamkeit nicht nur Sportkurse besucht. Mehr will ich gar nicht verraten. Hier wird fast jedes Stereotyp vermieden, es gibt keinen Klamauk, aber echte Gefühle.

Einfach unbedingt anschauen.

Blasenkontrolle

An diesem harmlosen Graffiti vorbeigegangen…

Ein harmloses Graffiti.

… und daran gedacht, wie ich einmal gefesselt in der Badewanne stand, bekleidet mit einer schwarzen Strumpfhose. Die Dame meines Herzens kam hin wieder vorbei und hat mich Wasser trinken lassen. Und mich gefragt, ob ich nicht aufs Klo müsste.

Wobei meine Antwort keine Rolle spielte. Denn ich konnte da ja nicht weg. Ich konnte nur so lange warten, wie es irgendwie ging. Und mich dann der Peinlichkeit stellen.

Wenn die Frauen sprechen

Ein Bild, das mir auf Twitter begegnet ist.

Still! Die Frauen sprechen.

Es war schon immer eine meiner Fantasien den Tisch zu decken und die Getränke vorzubereiten und dann vielleicht noch die Tür zu öffnen, wenn die Dame meines Herzens Besuch bekommt. Und dann zu verschwinden und mich mit der Nase an der Wand in die Kammer zu stellen. Und nur noch zu schauen, ob etwas benötigt wird, was ich holen muss.

Gerne stelle ich mir da auch vor, ein solches E-Erziehungsgerät um den Oberschenkel (oder woanders…) zu tragen, so dass sie mich mit einem unauffälligen Druck auf den Knopf lautlos rufen kann.

Oder aber dass ich einfach still auf dem Boden kauere, so dass die Dame meines Herzens ihre Füße auf mir ablegen kann, während sie mit einer Freundin telefoniert. Heute im Corona-Zeiten wäre es vermutlich sogar eher eine Videokonferenz, bei der ich unter dem Tisch liegen darf, ihren Füßen ganz nahe.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich viel kann, aber ganz schlecht meinen Mund halten. Umso mehr hätte es mir immer gefallen, dass von der Dame meines Herzens beigebracht zu bekommen: „Shhh! Die Frauen sprechen.“